Samstag, 16. August 2014

So dies und das

Kreativität kennt keine Grenzen und Einfallsreichtum auch nicht! So oder so ähnlich hab ich gedacht, als mir ein ärztliches Strickverbot auferlegt wurde. Aber von Anfang an....

Die Tunika für meine Tochter lief flott über die Nadeln und das Rückenteil war schon fast fertig. Als meine Tochter zu Besuch kam, haben wir es mal angehalten und sind dann zu der Überzeugung gelangt, sie könnte doch etwas weiter sein. Schließlich wird da noch was drunter getragen und hauteng sieht so eine Tunika echt doof aus. Meine Sorge, daß sich die Wolle nur schwer ribbeln lässt, war gottlob unbegründet. Sie ließ sich ohne zu verheddern aufribbeln. Also der ganze Spaß nochmal von vorn und diesmal zwei Nummern weiter. Ich hab gestrickt wie ein Weltmeister und bin wieder so weit wie zur "Anprobe" von meiner Tochter.

So ganz nebenbei haben wir unseren alten Buffettschrank abgeschliffen. Der Schrank stammt aus 1927 und wir wissen nicht, ob die Oberfläche nachbehandelt wurde. Jedenfalls fing die Lasur auf einmal an zu kleben und ich wollte wegen möglicher Ausdünstungen kein Risiko eingehen. Ganz davon abgesehen, daß es blöd ist, wenn alles auf und an dem Schrank kleben bleibt. Da ich Shabby Chic sehr mag, hab ich mir Kreidefarbe bestellt und inzwischen ist der Schrank gestrichen. Es fehlt nur noch die Wachsversiegelung und dann kann das gute Stück wieder eingeräumt werden.

Das ist so neben den täglichen Pflichten in den letzten zwei Wochen geschehen und es war wohl zuviel des Guten. Jedenfalls hat mein Schultergelenk vor ein paar Tagen revoltiert und die Schmerzen wurden doch mehr. Ich kenn die Symphtome leider zu gut und wusste schon, was auf mich zukommt. Die Arthrose ist wieder entzündlich aktiv und leider auch der Schleimbeutel. Bäh, frau gönnt sich aber auch nix. Jedenfalls ist der Arm bis zum Ellenbogen unbeweglich und so ist für das Meiste, was Spaß macht, Pause angesagt. Schmerztechnisch sind wir, dank Medis, auf einem guten Level. Aber die Hände so gänzlich in den Schoß legen und rein gar nichts tun, das kann ich nicht... da werd ich echt nörgelig. Und da kommt die Kreativität ins Spiel. Schön wenn man auf mehr als einem Sektor aktiv ist und sich ein wenig auskennt. So hab ich meine Perlen ausgepackt und nun liegt der Unterarm auf dem Tisch und die Nadel wiegt ja nix. Bis ich wieder an der Tunika weiterarbeiten darf, kann ich ja ein paar Ohrhänger produzieren. Das ist nicht so anstrengend und ich bin zufrieden, das ich wenigstens ein bisschen "spielen" darf ;-)
Die kleinen Ohrhänger sind Fragmente vom Granada-Anhänger. Ich hab sie mit einem Tropfenanhänger ergänzt und noch eine etwas größere Öse für den Biegering gefädelt. Die gehen ja wirklich fix und es ist auch nicht zu anstrengend.
Hier ist der zweite Rutsch, wobei hier nur ein Paar gefädelt wurde.
Die Anleitung stammt aus einer Beadwork und macht wirklich Spaß. Es wird ein Ring aus 3 mm Perlen gefädelt, den man anschließend mit Bicones verziert. Anschließend setzt man den Ring zwischen zwei 6 mm Perlen auf einen Headpin oder wie hier auf einen Ösenstift, damit noch eine Bicone als zusätzliches Bling-Bling angebracht werden kann.
Bis meine Schulter wieder belastbar ist und ich den Arm ohnehin zur Entspannung der Schulter auf dem Tisch liegen habe, wird es sicher noch das eine oder andere Paar Ohrhänger geben. Perlen sind noch reichlich da und Langeweile bleibt somit doch ein Fremdwort für mich, grins.

Ich wünsch euch ein schönes Wochenende und drück uns die Daumen, daß der Regen endlich mal nachlässt.




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