Mittwoch, 11. Juni 2014

Dresden

Zurück von Dresden muß man die vielen Eindrücke, die man in der kurzen Zeit gewonnen hat, erstmal verdauen. Eigentlich hatten meine Tochter und ich uns schon damit arrangiert, daß unser Programm deutlich schrumpft auf Grund meines lädierten Fußes. Dennoch sind wir voller Vorfreude losgefahren. Die Fahrt hat gute sechs Stunden gedauert und dann fuhren wir in die Königstrasse ein.

Fast am Anfang befand sich unsere Unterkunft in einem der schönsten barocken Häuser dieser Strasse. So hieß es jedenfalls in der Beschreibung zu der Unterkunft und es war nicht gelogen. Die Königstrasse befindet sich ebenfalls im Reiseführer und dort wird noch auf die vielen restaurierten Innenhöfe hingewiesen. Die Wohnung war mit dem Fahrstuhl unter dem Dach erreichbar und war absolut schön. Der Auftakt war also schon gelungen und wir haben uns gefreut, daß es schon so perfekt anfing.

Wir haben den ersten Abend gemütlich angehen lassen und zunächst nur einen kleinen Erkundungsgang gemacht. So sind wir ein Stück die Königstrasse entlang gewandelt und haben festgestellt, daß in unmittelbarer Nähe zu unserer Unterkunft etliche Restaurants etabliert waren. Prima, da haben wir es ja nicht weit um Essen zu gehen. Man muß ja auch praktisch denken.
Parallel zur Königstrasse befindet sich die Hauptstrasse, die im Reiseführer als Geschäftsstrasse beschrieben wird. Angelegt wie eine Allee mit vielen Bäumen und Rasenflächen, laden viele Bänke zum Verweilen ein. Auf beiden Seiten findet man modern angelegte Geschäfte aber auch in den wunderschön restaurierten Häusern. Teilweise mit Durchgang zu einem Innenhof.
Wir konnten auf unserem ersten Erkundungsgang auch feststellen, daß wir trotz Unkenntnis der Örtlichkeiten in Dresden, die perfekte Lage mit unserer Ferienwohnung hatten. Etwa gemütliche 10 Min. Fußweg durch eine kleine Gasse und man war an der ersten historischen Sehenswürdigkeit.
Dies ist eine Aufnahme vom Goldenen Reiter, die ich abends aufgenommen habe und trotz der einsetzenden Dämmerung leuchtet das Gold unbeschreiblich. Von dort aus ist es nur ein kurzer Gang über die Straße und man ist bei der Augustabrücke, die einen über die Elbe direkt zu den historischen Sehenswürdigkeiten bringt.

Mit einem guten Essen und dem schönen Gefühl doch nicht so viele Programmpunkte streichen zu müssen, haben wir den ersten Abend gemütlich ausklingen lassen.

Am Freitag stand unser erster Programpunkt an und der hieß Szeneviertel. Der Beschreibung nach sollten wir dort viele "schrille Geschäfte" finden und wir hofften auf Jungdesigner und Kreateure in den verschiedensten Kunstgewerbebereichen. Bei durchwachsenem Wetter, kalt und ab und zu ein Regenschauer, sind wir dann über die Hauptstrasse in die entgegengesetzte Richtung in die Neustadt gelaufen. Das war ein ordentlicher Fußmarsch bis wir dort ankamen. Nun, was als Szeneviertel beschrieben war, stellte sich für uns in einem ganz anderen Licht dar, als erwartet. Wiederum alte barocke Gebäude, aber nicht so reich verziert und auch nicht restauriert. Da gab es eher Hauswände mit Grafitti und sehr skurile Geschäfte, die man eher in Amsterdam erwarten würde. Wir haben die erste, im Reiseführer angegebene Strasse komplett abgelaufen, aber das Bild hat sich nicht verändert. Möglich, daß man über die eine oder andere Querstrasse zu einem anderen Szeneviertel gelangen konnte und wir tun diesem Teil von Dresden Unrecht. Aber bis hierher war es ein langer Fußmarsch und  da wir uns nicht sicher waren, was uns dann erwartet, haben wir lieber abgebrochen und mein lädierter Fuß war nicht böse deswegen.



Das war noch der hübsche Teil dieser Strasse. Wir sind dann wieder zur Hauptstrasse zurück marschiert und haben uns dort die Geschäfte und Innenhöfe angeschaut. Um 19 Uhr haben wir dann müde und zufrieden unsere Unterkunft erreicht.

Der zweite Ausflugstag kommt in Teil II von Dresden.

1 Kommentar:

  1. Hallo liebe Karin,
    deine Fotos von Dresden haben mich noch neugieriger auf diese Stadt gemacht und ich bin schon sehr auf deine anderen Fotos gespannt.Der goldene Reiter leuchtet ja unbeschreiblich und ich frage mich gerade ob der vielleicht aus purem Gold ist.
    Ich freue mich schon auf unser Treffen und sende dir liebe Grüße,
    bis Samstag
    Marion

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