Sonntag, 25. August 2013

Herbstvorschau

Meine Güte, da ist viel Zeit vergangen seit meinem letzten Beitrag. Ich war aber nicht untätig, nööö, ich war auf der Jagd. Keine Großwildjagd, neihein, eher Kleinwild. Wahrscheinlich im Frühjahr haben sich, zunächst unbemerkt, Wühlmäuse in meinem Garten etabliert. Große Freude meinerseits, als die ersten Blumen zu blühen anfingen. Ich hab meine Stauden gehegt, gepflegt und jeden Tag während der Hitzeperiode gegossen.

Dann kam der große Schreck. Die ersten Löcher im Beet, aufgeworfene Wühlmausgänge und irgendwie hatte ich das Gefühl, der Boden gibt unter mir nach, sobald ich ihn nur betrete. Teilweise bin ich bis an die Knöchel versunken. Jeden Morgen hab ich die Hügel und Gänge platt getrampelt und gehofft, daß meine Blumen keinen Schaden nehmen. Wie heißt es... die Hoffnung stirbt zuletzt? Naja, einige Blumen wurden so angefressen, daß sie keine Haltewurzeln bilden konnten und mit fortschreitender Zeit lagen sie auch morgens teilweise flach auf dem Boden. Sie hatten eben keinen Halt mehr.

Die Baumschule riet mir zu Mausefallen. Also haben wir Mausefallen angeschafft und nach Anleitung die Wühlmausgänge aufgebuddelt, Fallen rein, Fallen dunkel abgedeckt und auf Erfolg gehofft. Was soll ich sagen, unsere Mäuse haben ein Navi und sind zielsicher an den Fallen vorbei.
Wieder zur Baumschule. Die Fallen helfen nicht und ich hab jetzt noch mehr Gänge und Löcher! Ja, dann hilft nur noch Giftköder auslegen. Also eine Packung Giftköder gekauft und in die Löcher und Gänge gelegt. Hah, wir haben auch noch Mäuse mit Abitur. Die haben die Köder aus den Gängen geworfen und sie lagen vor dem Loch.
Der nächste Tip muß her. Die Nachbarschaft riet zu Buttersäure. Wühlmäuse haben eine empfindliche Nase und mögen keinen Gestank. Und glaubt mir, Buttersäure stinkt erbärmlich. Ich hab alte Putzlappen zerschnitten, mit Buttersäure getränkt und in die Löcher und Gänge gestopft. Fast einen Liter Buttersäure hab ich verteilt, der Gestank hat mich schon selbst verfolgt. Das sollte doch jetzt aber mal wirken. NEIN, meine Wühlmäuse tragen Gasmasken. Ich dachte mich trifft der Schlag, denn 10 cm neben so einem Stinkelappen haben die doch tatsächlich einen neuen Gang gegraben und wieder lagen meine Blumen platt auf dem Boden.
Ich bin sooo stinksauer! Ich seh mich schon nachts im Tarnanzug mit Nachtsichtgerät und bewaffnet bis an die Zähne die Mäuse jagen.
Als letzte Maßnahme haben wir jetzt das Beet komplett ausgeschachtet. Zuvor alle Pflanzen ausgegraben, teilweise konnte man sie auszupfen. Die Erde auf 1,5 Spatentiefe ausgeschachtet und Kaninchendraht reingelegt. Die Erde wieder eingefüllt und alle Pflanzen neu gesetzt. Die Mäuse sind immer noch da, aaaber sie haben jetzt mehr Probleme an die leckeren Wurzelballen zu kommen. Ob es langfristig hilft? Keine Ahnung... denn wie schon gesagt, die Hoffnung stirbt zuletzt.

Meine weiteren Hobbies sind bei dem Ganzen etwas ins Hintertreffen geraten, aber trotzdem hab ich schon mal vorausschauend auf den Herbst ein Paar Socken für mich gestrickt. Passend zu meinen neuen Duckfeets, die ich mir für die Herbstsaison gegönnt habe.
Die Wolle ist mal wieder Opal aus der Serie "Der kleine Prinz". Irgendwie haben die was von Emily Erdbeersocken ;-), passen aber super zu dem Dunkelgrün der Schuhe. Gestrickt hab ich mit 2,25er Nadeln und einfach glatt rechts ohne Firlefanz.
Hier nochmal in Gänze:
Und eine Nahaufnahme vom Strickbild:
Die Farbe find ich richtig schön und jetzt kann der Herbst kommen. Dafür bin ich wenigstens gerüstet :-)
Und wenn jemand noch einen wirklich guten Tip gegen Wühlmäuse hat.... immer her damit!

Ich wünsch euch was.... auf jeden Fall schon mal einen schönen Sonntag noch!





Kommentare:

  1. Hallo liebe Karin,
    so lustig Du auch deinen Post geschrieben hast so unlustig ist natürlich das Treiben der Wühlmäuse in deinem Garten.Auch ich hatte vor Jahren welche und ich habe ganze Knoblauchknollen die ich vorher etwas angedrückt habe in die Gänge gesteckt,also bei mir sind die Mäuse verschwunden und ich habe auch nie wieder welche gehabt,an den Stellen kamen sogar im darauf folgenden Jahr Knoblauchpflänzchen zum Vorschein- wahrscheinlich haben die Knollen gekeimt.Was Wühlmäuse auch überhaupt nicht mögen ist der Sud von Tujazweigen den man in die Gänge schüttet.Giftweizen wird auch nur zu Winteranfang von den Mäusen gefressen,jetzt ist dein Garten für sie ja noch das reinste Buffet und deswegen haben sie den Weizen verschmäht.
    Ich hoffe Du kannst sie bald vertreiben und mußt keine Angst mehr um deine Pflanzen haben.

    Deine Socken sehen toll aus und die Schuhe sind auch ganz mein Geschmack,sie sind bestimmt sehr bequem und beides sieht klasse zu Jeans aus.
    Ganz liebe Grüße
    Marion

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    1. Hallo Marion,
      Knoblauch.... hach, das hab ich ja noch nicht ausprobiert. Soll mir darauf auch nicht mehr ankommen. Die ganze Drahtaktion hat nix genutzt, die Hoffnung ist jetzt tot :-( An genau den gleichen Stellen waren wieder Gänge aufgewühlt. Ich könnt heulen. Meine Wäschespinne steht da wie der schiefe Turm von Pisa und jetzt sind die Biester auch noch in meine zweite Terrasse eingefallen. Da wo meine ganzen Rosen stehen. Mit Gift muß ich ja auch vorsichtig sein, unser kleiner Liebling stromert ja auch im Garten und soll nicht in Gefahr geraten. Ich hab die Gänge wieder platt getrampelt und morgen seh ich ja, wo sie aktiv sind. Da wandert dann der Knoblauch hin. Ich werde berichten.
      Jep, die Duckfeets sind absolut bequem. Allerdings muß man sie einlaufen, denn das Leder ist ziemlich dick und sehr fest. Dafür hat man dann aber auch einen absolut strapazierfähigen Schuh. Mit den selbstgestrickten Socken sieht das dann auch noch knuffig aus.
      Dir auch liebe Grüße und danke für den Tip
      Karin

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